Manuka Honig wird aus dem Manuka Strauch hergestellt.

Manuka Honig

Woher stammt der Manuka Honig?

Manuka Honig ist einer der seltensten Honigsorten auf der gesamten Weltkugel. Um einen qualitativ hochwertigen Manuka Honig zu erhalten, dürfen die Bienen ihren Nektar lediglich am so genannten Manuka Strauch (Leptosperum scoparium) sammeln. Da dieser Strauch nahezu nur in Neuseeland wächst ist somit wohl auch die Herkunft des Manuka Honigs bestimmt.  

MGO/UMF bei Manuka Honig

Die Heilende Wirkung des Honigs wird seit einigen Jahren dem Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal, abgekürzt MGO, zugeschrieben. Eine Angabe von 400+ MGO verspricht dem Nutzer also eine Menge von mindestens 400 mg Methylglyoxal auf 1 kg Manuka Honig. Nicht zu verwechseln ist dieser Wert mit dem UMF (Unique Manuka Faktor), welcher ausschließlich für aus Neuseeland stammenden Manuka Honig angegeben werden darf. Im Endeffekt sagt er zwar das gleiche aus, jedoch sind die Dimensionen anders gewählt worden. So entspricht der MGO 400+ etwa einem UMF 13.

Da dieser Wert vor dem Abfüllen ermittelt wird, der Honig jedoch noch nachreift, ist der reale Wert meist noch höher als angegeben. Auch in anderen Honigsorten ist diese Substanz zu finden. Meist beschränkt sich die Menge jedoch auf etwa 5 mg auf 1kg.  Nachweislich sorgt MGO gegen verschiedenste Bakterielle Infektionen. Darunter Magendarmerkrankungen, Entzündungen des Zahnfleisches oder Erkältungen.

Wer nun noch immer offene Fragen zu der Wirkung des MGO hat, verweise ich gerne auf diese Studie: http://www.manuka-honig.biz/wp-content/uploads/Prof.Dr_.Henle-LaborAndMore.pdf

Geschmack & Aussehen

Manuka Honig lässt sich seine einzigartige und besondere Wirkung leider nicht anmerken. Zumindest nicht am Geschmack. Dafür ist er schließlich auch nicht bekannt. Wie die meisten Waldhonige hat auch der Manuka Honig ein kräftiges Aroma. Zudem kommt eine ganz leichte Schärfe. Hin und wieder ist er außerdem noch etwas herb. Auch farblich lässt sich dieser besondere Honig wenig von herkömmlichen Waldhonig Sorten unterscheiden. Er besitzt eine zartbraune bis dunkelbraune Färbung.

Besonderheiten des Manuka Honigs

Wie wir alle wissen, hat der Manuka Honig die ein oder andere Besonderheit. Die wohl wichtigste ist hierbei wohl die Heilkraft, welche der Honig mit sich bringt. Dafür ist das Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal verantwortlich. Dieses ist zwar in den meisten Honigsorten zu finden, jedoch bloß zu einem Anteil von etwa 0,5 Prozent. Beim Manuka Honig liegt der MGO (Methylglyoxal) Anteil zwischen 10 – 50 Prozent. Neben dem entgegenwirken von Halsschmerzen und Hustenreiz wirkt dieser besondere Honig auch gegen Erkältungen, Herpes, Zahnfleischinfektionen und Verdauungsproblemen. Dabei ist es wichtig, ob der Honig Oral eingenommen wird oder wie bei Herpes aufgetragen wird. Der Honig vernichtet dabei viele Bakterien und Keime, welche selbst durch Antibiotika nicht vernichtet werden können. Um bei einer oralen Aufnahme des Honigs den größtmöglichen Erfolg zu erzielen, wird die Einnahme 3-mal täglich, etwa einen Esslöffel voll, empfohlen. Dadurch kann eine Erkältung im Schnitt etwa doppelt so schnell bezwungen werden.

Eine weiter Besonderheit ist die Rarität dieses Honigs. Dies sorgt leider nicht nur für einen hohen Preis, sondern auch zu vielen Fälschungen.

Worauf muss man achten?

Die wichtigste Kennzahl beim Manuka Honig ist die MGO Kennzahl auf dem Glas. Bei jedem seriösen Hersteller ist diese oder der UMF (Unique Manuka Faktor) irgendwo auf dem Glas zu finden. Den neuseeländischen Händlern gilt das Privileg des UMF. Dieser ist der Qualitätsbeweis beim Manuka Honig. Diese Kennzahl ist zwar im Grunde mit dem MGO Wert gleichzusetzen, entspricht jedoch anderen Dimensionen. So entspricht MGO 400+ etwa einem UMF Wert von 13. Die neuseeländischen Honigabfüller sind dazu verpflichtet eine Lizenz einzuholen, um diesen besonderen Honig abfüllen zu dürfen. Zudem muss regelmäßig eine Probe in ein unabhängiges Honiglabor eingeschickt werden. Erst wenn all diese Bedingungen erfüllt sind, darf der Honig mit einem UMF Wert gekennzeichnet werden. Somit wird garantiert, dass der Honig aus Neuseeland stammt und die Inhaltsstoffe korrekt angegeben sind.

 Hinzu kommt, dass dieser Wert von einem unabhängigen Honiglabor analysiert wird. Dies ist ebenfalls vom Hersteller anzugeben. Unseriöse Händler verkaufen nicht selten einen gewöhnlichen Blütenhonig als Manuka Honig.  

Manuka Honig Herstellung

Der Manuka Honig zählt zu den Blütenhonigsorten. Bienen sammeln also den Nektar des sogenannten Manuka Strauchs. Bei dieser besonderen Honigsorte ist es wichtig, dass keine anderen Blüten in den Bienenstock gelangen. Dies stellt die Imker vor ein gewaltiges Problem, welches in der Realität nicht vollständig zu Lösen ist. Wenn jedoch zu viele vom Manuka Strauch abweichende Blüten in den Bienenstock gelangen, entsteht eine unspezifische Mischung. Dies führt dazu, dass dieser Honig die Qualitätsmerkmale für den Manuka Honig nicht erfüllen würde. Hier ist also besondere Vorsicht aus Sicht des Imkers geboten. Von nun an läuft der Prozess zu Gewinnung des Honigs gleich ab und kann sehr gern in unserem Artikel über Honigsorten – Entstehung nachgelesen werden. Um nun die Ernte einzuleiten, wird das besondere Kaltschleuderverfahren verwendet. Dieses Verfahren verzichtet auf eine besondere Hitzeeinwirkung und schützt damit die wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs. Nun werden regelmäßige Proben an ein Labor geschickt um eine Zertifizierung für den Honig zu erhalten.

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