Behandlung mit Bienenluft

Bienenluft klingt erst einmal seltsam und die wenigsten können sich vorstellen, was sich hinter einer Behandlung mit Bienenluft verbirgt. Es ist aber ganz einfach. Bienenluft ist die Bezeichnung von Luft, die in einem Bienenstock existiert. Bei einer Behandlung mit Bienenluft wird diese durch eine Atemmaske direkt aus dem Bienenstock eingeatmet. Für Menschen mit Asthma oder Bronchitis galt diese Form der Behandlung bis jetzt als Wunderheilmittel.

Wie funktioniert die Behandlung

Während der Behandlung wird der Patient über einen Schlauch und einer Atemmaske direkt mit der circa 36 Grad warmen Luft aus dem Bienenstock versorgt. Dies passiert über mehrere Sitzungen hinweg. Experten sprechen bei dieser Art der Behandlung auch von Apitherapie, also der „Behandlung durch Bienen“. In der Luft aus dem Bienenstock sind ätherische Öle, pflanzliche Stoffe und andere antibakteriell und beruhigend wirkende Stoffe enthalten. Dieses soll zu einer gesundheitlichen Verbesserung vom Asthma oder der Bronchitis beitragen. Jedoch gibt es hierzu nur Aussagen von Patienten und keinerlei wissenschaftliche Belege.

Inhaltsstoffe der Bienenluft

In einer Studie über Bienenluft wurden die Inhaltsstoffe von zwei verschiedenen Bienenstöcken untersucht. Insgesamt konnten 50 verschiedene Inhaltsstoffe in der Bienenluft festgestellt werden. Dies ist deutlich mehr als in herkömmlicher Luft die wir jeden Tag einatmen. Auffallend war, dass die Luft aus dem Bienenstock aus sehr vielen Verbindungen aus Propolis bestand. Die Honigwaben trugen eher einen geringen Anteil zu der Luft bei. Weitere Studien sollen folgen.

Gefahr der Bienenluft

Das Land Thüringen hat aufgrund der potenziellen Gefahren durch Bienenluft und aufgrund des Fehlens wissenschaftlicher Beweise eine Therapie mit Bienenluft verboten. Andere Länder könnten diesem ebenfalls folgen.

Die Risiken sind nicht erforscht und es ist nicht ausgeschlossen, dass durch die Filter kleinste Pollen rutschen könnten. Es besteht die Gefahr diese zu inhalieren. Allergische Reaktionen können dadurch nicht ausgeschlossen werden.

Das Video zeigt Erfahrungen von Patienten und verdeutlicht deren Einstellung zu dieser Behandlungsform.