Viele unterschiedliche Honigsorten welche unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.

Honigsorten

Welche Honigsorten gibt es?

Wenn man es mit den Honigsorten genau nehmen möchte, kann man diese lediglich in zwei verschiedene Sorten unterteilen. Zum einen in den Blütenhonig, und zum anderen in den Honigtauhonig. Eine weitere Unterteilung der beiden Honigsorten ist jedoch durchaus möglich. Hier ein kleiner Überblick über diese:

Honigsorten im Überblick

Sorte Ursprung Farbe Geschmack Konsistenz
Rapshonig Südöstliches Euopa Helles gelb, fast schon weiß Sehr mild Cremig und zart
Löwenzahnhonig Vermutlich Zentralasien Helles gelb Sehr kräftig & aromatisch Zähflüssig
Obstblütenhonig   Zart gelb Fruchtig & mild im Abgang Eher Fest
Sommerblütenhonig        
Lindenhonig   weiß oder helles gelb bis dunkelgrün mentholiges und minziges Aroma abhängig vom Honigtauanteil
Edelkastanienhonig        
Akazienhonig   blass gelb bis zart grün mild & aromatisch dünnflüssig
Waldhonig        
Tannenhonig   schwarz-braun-grün aromatisch Zähflüssig

Wie entstehen Honigsorten?

Wie bereits erläutert, gibt es zwei verschiedene Honigsorten, welche unterschiedlichen Sammelprozessen entspringen. Der Blütenhonig wird durch den Nektar von Blüten, und der Honigtauhonig aus dem Ausscheideprodukt verschiedenster Insekten gewonnen.

Blütenhonig

Bei der Herstellung der Honigsorten durch Blüten fliegen fleißige Bienen von Blüte zu Blüte und sammeln den Siebröhrensaft, welcher durch die Pflanzen ausgeschieden wird. Hierbei ist es nun relevant von welcher Pflanze die Bienen sammeln. Davon abhängig entstehen unterschiedliche Honigsorten mit

Sammelbiene bei der Arbeit
Biene beim sammeln von Nektar. Die Blüte ist ausschlaggebend für die Honigsorte.

unterschiedlichem Geschmack und Aussehen. So ist der Honig, welcher aus Rapsblüten gewonnen wird, eher mild im Geschmack, wohingegen die Honigsorten, welche aus Sommerblüten wie Himbeere gewonnen werden, eher als aromatisch eingestuft werden. Ein besonderer Blütenhonig ist Beispielsweise der Akazienhonig.

Honigtauhonig

Der wesentliche Unterschied des Honigtauhonigs zum Blütenhonig ist recht offensichtlich. Die Bienen sammeln den Nektar nicht mehr von Blüten, sondern von Insekten. Diese ernähren sich vom dem ausgeschiedenen Siebröhrensaft von zum Beispiel Nadelbäumen. Blattläuse ernähren sich nahezu ausschließlich von Siebröhrensaft, können aber nur einen Teil davon verwerten. Der Großteil wird wieder ausgeschieden und von den Bienen gesammelt. Die Honigsorten werden also anhand der Siebröhrensaft-Spender differenziert.

Blüten- & Honigtauhonig

Von nun an laufen beide Prozesse gleich ab. Die Bienen sammeln ihren Nektar im sogenannten Honigmagen, welcher den Nektar mit Fermenten und Enzymen anreichert. Der von den Sammelbienen wieder ausgewürgte Nektar wird von den Arbeiterbienen aufgenommen, im Honigmagen erneut mit Enzymen und Fermenten angereichert und daraufhin wieder ausgewürgt. Dieser Prozess wiederholt sich, bis der Nektar dickflüssig genug ist. Angereicherter Nektar dient den Bienen als Nahrungsmittel. Natürlich wird das Volk als aller erstes versorgt. Um nun Vorräte ansammeln zu können, müssen die Bienen den hohen Wassergehalt des Siebröhrensaftes von etwa 70% auf 10-20% senken, da er sonst gären würde. Dieser Prozess ist recht aufwendig und wird durch die Flügelschläge der Bienen vollbracht. Dabei belüften die Bienen ihren Honig bis dieser einen angemessenen Wassergehalt – zwischen 10 und 20 % –  erreicht. Abschließend verschließen die Bienen ihren hergestellten Honig mit Bienenwachs in Waben, welche anschließend von Imkern entnommen werden.

In Deutschland ist es sogar verboten, den gesammelten Honig nachträglich noch zu behandeln. Abschließend ist also zu sagen, dass die Honigsorten ausschließlich von dem Spender des Siebröhrensaftes abhängt.